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Menschenrechte und Flucht

Menschenrechte und Flucht

Das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg  ist ein interdisziplinäres und fakultätsübergreifendes Institut der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und bündelt an der FAU die Forschung zu Menschenrechten sowie zu menschenrechtsrelevanten Politikfeldern und Rechtsgebieten.

Die Fluchtforschung bildet neben der Politik-, Rechtswissenschaft sowie Medizinethik einen Schwerpunkt der Aktivitäten des CHREN. Das CHREN ist durch seine Forschung, an die Scientific Community wie an das außeruniversitäre Publikum gerichtete Veranstaltungen, durch seine Publikationen sowie seine Politikberatung und schließlich durch seine Lehre bestens vernetzt.

In Kooperation mit dem FAU-eigenen, Area-bezogenen Zentralinstitut für Regionenforschung führt es derzeit unter anderem folgende fluchtbezogene Forschungsprojekte durch:

1. Verbal Violence against Migrants in Institutions (VIOLIN); gefördert durch Emerging Fields Initiative (Prof. Dr. Petra Bendel),

2. When Mayors Make Migration Policy – The Impact of Transnational Cities‘ Networks on EU Migration Policies, in Kooperation mit der Universität Hildesheim, gefördert durch die Mercator-Stiftung (Prof. Dr. Petra Bendel),

3. Zwei Welten? Integrationspolitik in Stadt und Land, in Kooperation mit der Universität Hildesheim, gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung (Prof. Dr. Petra Bendel),

4. Städte statt Camps (im Antragsverfahren) (Prof. Dr. Petra Bendel),

5. Hilfspflichten und Menschenrechte als rechtsphilosophische Grundlagen des internationalen Flüchtlingsrechts. (Prof. Dr. Andreas Funke)

Weitere Forschungsprojekte, die am CHREN bearbeitet werden, betreffen die medizinische Versorgung von geflüchteten Personen, menschenrechtliche Anforderungen an die EU-Flüchtlingspolitik, das Recht auf Asyl aus menschenrechtlicher Perspektive sowie die sozialen Menschenrechte von Flüchtlingen

In allen Projekten widmet sich das CHREN den menschenrechtlichen Grundlagen und Herausforderungen von Flucht und Flüchtlingspolitik auf der internationalen, europäischen, national-vergleichenden und subnationalen Ebene.

Universitäre Kooperationen zur Fluchtforschung

Universitätsintern bündelt CHREN alle in der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg organisierten Fluchtforschungsprojekten und das Forum FAU integra – das für Integration und interkulturellen Dialog. Dieses vernetzt das Programm „Studienorientierung für Geflüchtete“ mit einer wissenschaftlichen Begleitung des Integrationsprozesses und der Kommunikation der Universität mit der städtischen Öffentlichkeit.

Menschenrechte und Flucht in der Lehre

In der Lehre organisiert das CHREN einen bundesweit einzigartigen M.A. Human Rights, innerhalb dessen die Rechte von Flüchtlingen ein eigenes, stark nachgefragtes Modul darstellen. Mit seiner internationalen und interdisziplinären Ausrichtung spricht der Masterstudiengang Studierende aus allen Ländern der Welt an, vor allem in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, in öffentlichen Verwaltungen (auf internationaler, EU-, Bundes-, Landes- und Kommunalebene), in der Politikberatung, im Bereich Presse/Medien, in Interessenvertretungen und Verbänden, aber auch in spezialisierten Anwaltskanzleien, Unternehmen und der Wissenschaft an.

Veranstaltungen:

Seit seiner Gründung hat das Centre for Human Rights zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, die fluchtrelevante Fragen betrafen, wie etwa:

Workshop und Diskussion „Städte statt Camps: Migration als Entwicklungschance?“, 12. April 2019

Veranstaltungsreihe: Safe Passage – Safe Harbours? Debatten um die neue EU-Migrationspolitik (Wintersemester 2018/2019) 

Konferenz: “Cities, Refugees and Human Rights”, 12 Juli 2018

Jetzt erst Recht – Menschenrechte aus der Krise, 10.12.2018

Lange Nacht der Migration und Menschenrechte, 21.10.2017

Internationale Tagung: Human Rights Beyond Borders, 08.–09.04.2016

Tagung: Abgelehnt? Geduldet? Willkommen? – Kommunale Flüchtlingspolitik in Deutschland, 22.–23.01.2016.

Im Rahmen der international Conference: Human Rights in Times of Contestation (27. – 28 Juni 2019) wird ein Panel unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Bendel und Prof. Dr. Anuscheh Farahat zum Thema Universal human rights for migrants and refugees: challenge or chance? abgehalten. Hierfür konnte das CHREN Cathryn Costello (University of Oxford) und Felipe Gonzalez Morales (Diego Portales University, Santiago de Chile and UN Special Rapporteur on the Human Rights of Migrants) als Sprecher gewinnen.

Ferner ist die Abhaltung einer langen Nacht der Menschenrechte mit dem Thema Fluchtursachen und Externalisierung der EU-Flüchtlingspolitik geplant.

 

aufgezeichnete Veranstaltungen:

Städte statt Camps: Migration als Entwicklungschance? 

 

Veranstaltungsreihe: Safe Passage – Safe Harbours? 

Außeruniversitäre Kooperationen

Das CHREN ist Kooperationspartner zahlreicher staatlicher und nicht-staatlicher, nationaler wie internationaler Einrichtungen, zum Beispiel des Deutschen Instituts für Menschenrechte und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie des Netzwerks Association of Human Rights Institutes (AHRI).

Daneben leistet das CHREN Auftragsforschung für Think Tanks, Stiftungen und staatliche wie nichtstaatliche Organisationen, etwa für das Europäische Parlament. Seine Mitglieder sind politikberatend tätig. Die Stellvertretende Sprecherin des CHREN, Prof. Dr. Petra Bendel, ist Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des BAMF, Stellvertretende Sprecherin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration und Mitglied der Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit. Der Sprecher des CHREN, Prof. Dr. Markus Krajewski ist Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Das CHREN-Mitglied Prof. Dr. Andreas Funke ist Schirmherr der Refugee Law Clinic Erlangen-Nürnberg, einer studentischen Initiative, die ehrenamtlich Rechtsberatung für Flüchtlinge anbietet. Über die Refugee Law Clinic bestehen zahlreiche Kontakte zu Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten sowie zu zivilgesellschaftlichen Organisationen.